Denke ich an die AfD bei Nacht …

Nachdem wir bislang (erst) ein wenig Kritik an der AfD, insbesondere aber an den Machenschaften einiger AfD-Funktionäre geübt haben, möchten wir heute einmal einen Dank aussprechen.

Und zwar bedanken wir uns heute bei Frank Swoboda vom AfD-Kreisverband Uelzen. Herr Swoboda, bislang als stellvertretender Protokollführer bei einem Landesparteitag in Hannover aufgefallen, hat im Auftrage von Paul Hampel, dem AfD-Landesvorsitzenden von Niedersachsen eine Analyse erstellt und am 24.01.2014 festgestellt: „Das Bündnis nimmt für die AfD eine besonders beachtenswerte Stellung ein, denn dieses erweckt insgesamt den Eindruck, dass sie passgenau […] speziell für die AfD gegründet wurde, um dort gezielt Mitglieder anzusprechen. Es agiert hochaktiv und bundesweit.“

Wir bedanken uns bei Herrn Swoboda für dieses Beispiel der Kernkompetenz eines AfD-Mitglieds und der Auslastung von AfD-Funktionären im Detektivspielen. Vor allem aber bedanken wir uns bei den Gründern des Bündnisses – die immerhin schon am 03.11.2003 wussten, dass es zehn Jahre später die AfD geben würde und deshalb schon vor zehn Jahren passgenau ein Bündnis gründeten, das Mitglieder der AfD ansprechen würde … zumindest nach Meinung der AfD-Privatermittler.

Wie weit her es wiederum mit der Kernkompetenz steht, die hier präsentiert wurde, werden wir in den kommenden Tagen publizieren und dabei gerne auf die weiteren Personen zu sprechen kommen, die an der Analyse beteiligt waren und die Ergebnisse gerne gerüchteweise unters AfD-Volk brachten. Ist es Ihnen, werte Abonnenten, eigentlich klar, dass Sie von AfD-Funktionären gerne in eine Sektenrichtung geschoben werden, wenn Sie AfD-kritisch sind und sich gleichzeitig gemeinnützig engagieren? Seien Sie gespannt!

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Es reicht jetzt, AfD!

Die AfD Alternative für Deutschland war angetreten, um die Rechtsbrüche in Zusammenhang mit den ESM-Entscheidungen, die fortschreitende Demontage der Demokratie in Deutschland und die zunehmende Verschlechterung von Kontrollfunktionen im Finanzwesen  anzuprangern und zu verändern. Die AfD Alternative für Deutschland sollte gegen die Arroganz der etablierten Parteien und die Selbstbedienungsmentalität der Politikdarsteller eintreten. Wir als Mitglieder und Vorstände des Bündnisses haben dies ebenso geglaubt wie die meisten der ehemals 18.000 AfD-Mitglieder und viele der damaligen Wähler.

Das Bündnis hatte im letzten Jahr angefangen, die AfD unterstützen zu wollen und viele Ungereimtheiten, viele Selbstdarsteller, viele ominöse Vorkommnisse mit der Entschuldigung hingenommen, dass eine neue Partei sich erst einmal finden muss. Dann wurden wir von geschassten AfD-Funktionären mehr und mehr über interne Vorkommnisse informiert und stellten Fragen, nicht öffentlich, vertraulich mit der Bitte, Dinge zu erklären, Geschehnisse zu dementieren, Kommentare abzugeben. Plötzlich passierte uns und passierte manchen unserer Mitglieder genau das, was wir ein paar Monate nur als Gerede abtaten: Unsere Nachbarn, Vermieter und Geschäftspartner wurden von AfD-Funktionären ausgehorcht. Es wurden Gerüchte gestreut. Einladungen widerrufen. Und wir stellten fest: Es stinkt etwas im Staate AfD.

Das Bündnis wurde vor mehr als zehn Jahren gegründet, um das soziale Umfeld in Deutschland zu verbessern und agierte als Gemeinschaft christlicher Idealisten im gemeinnützigen und mildtätigen Bereich, bis sich daraus im Laufe der Jahre das heutige Bündnis entwickelte: http://www.buendnis.eu . Unsere Aufgabe ist es, dem Bürgertum und den Familienunternehmen in Deutschland wieder die Stimme zu geben, die diesen zustehen. Wir erfüllen diese Aufgabe durch Referate, Veranstaltungen, Fundraising, Sponsoring und die Vermittlung von Geschäftskontakten auf Basis einer klaren Abgrenzung zu rechten und linken Extremmeinungen, einer deutlichen Unterstützung der Internationalisierung des Zusammenlebens, einer Forcierung autarker Energiegewinnung, einer deutlichen Anprangerung politischer, gesellschaftlicher und wirtschaftlicher Mißstände und einer Förderung regionaler Wertschöpfung. Dies alles eingebunden in freie Willensbildung, transparente Aktionen und die Forderung nach direkter Demokratie auch auf unterster, kommunaler Ebene.

Diese Ziele finden wir in der heutigen AfD nicht in den entscheidenden Gremien. Jetzt und heute ziehen wir die Konsequenz daraus, dass der AfD-Vorstand die bekannten Skandale nicht abarbeiten möchte. Wir ziehen die Konsequenz daraus, dass gute Leute aus der Partei herausgedrängt werden, wenn sie der Parteilinie des Führungstrios nicht entsprechen. Wir ziehen die Konsequenz daraus, dass Prof. Lucke sich nicht gegen rechtes Gedankengut abgrenzt, dass der Fall Petry unbeachtet bleibt, dass homophobe Strömungen auch bei EU-Listenkandidaten nicht unterbunden werden und dass die Gründe für den nicht enden wollenden Austritt fähiger Funktionäre und Mitglieder nicht aufgearbeitet werden. Die vielfältigen Anzeigen gegen Führungsmitglieder der AfD, die Dutzenden Anfechtungen von Parteitagsbeschlüssen bis hin zur von uns unterstützten Anfechtung der EU-Kandidatenlistenwahl beim Bundeswahlleiter lassen wir hier einmal völlige Nebensache sein. Dazu kommen wir später im Einzelnen, wenn es dann noch wichtig sein sollte.

Wir unterstützen diejenigen in der AfD, die sich klar für eine Aufarbeitung der AfD-Skandale aussprechen, die tatsächlich Ziele zur Verbesserung gesellschaftspolitischer Systeme anstreben, die sich klar gegen Stammtischparolen des rechten Meinungsspektrums aussprechen und die sich gegen Gerüchteköche, Postenjäger und Besitzstandswahrer innerhalb der AfD aussprechen. Das Bündnis jedenfalls unterstützt den derzeitigen populistischen Kurs der AfD, die verleumderisch agierenden AfD-Funktionäre und deren unsägliche Mitschwimmer nicht mehr. Das Bündnis unterstützt die Menschen, die an vernünftigen Änderungen gesellschaftlicher, wirtschaftlicher und politischer Systeme interessiert sind und deren Ethik von Loyalität, Respekt, sozialer Verantwortung, wirtschaftlicher Selbstbestimmung, Achtung vor unseren Mitgeschöpfen, Nachhaltigkeit und freiem Denken geprägt ist.

Im Bündnis ist kein Platz für Homophobie, Fremdenhass, Verleumder, Selbstbediener, Sektierer, Verschwörungstheoretiker, Populisten, Ewiggestrige oder Fantasten. Wir wollen die bestehenden Systeme dort ändern, wo sie das Denken der Menschen einschränken, die freie Entfaltung des Individuums begrenzen, die Wirtschaft zur Religion formen, die Politikdarsteller zum Souverän werden, die Tiere zur Sache machen, die Umwelt zur Ressource verkommen lassen und die Herkunft zum Urteil über das Individuum werden lassen. Wenn auch Sie das so wollen, dann arbeiten Sie mit uns zusammen. Auch wenn Sie noch bei der AfD sind. Unsere Arbeit findet vor Ort, in der Region statt. Dort, wo man wirklich etwas verändern kann. Dort, wo der Mensch uns braucht. Dort, wo man Ergebnisse sieht.

Das Demokratieverständnis von AfD-Funktionären

Einige AfD-Funktionäre schaffen es immer wieder, gute Leute, Menschen mit Überzeugungen, Menschen und hilfswillige Organisationen aus der AfD zu verdrängen oder Sympathien in Antipathien zu wandeln. Warum? Weil Sie es für sich selbst als nützlich erachten. Weil Sie von der Basis nicht aufgehalten werden. Weil Kritiker als Nestbeschmutzer, als Querulanten bezeichnet und abgekanzelt werden. Weil die innerparteiliche Systematik eine innerparteiliche Opposition erschwert. Und weil die Führung es nicht anders vorlebt. Und dabei sprechen wir hier diesmal gar nicht von wirklich beklagenswerten Skandalen, sondern befassen uns mit dem provinziellen Sandkasten, in dem manche sich benehmen, als wolle man ihnen die Förmchen wegnehmen und dann schon mal präventiv mit der Plastikschaufel zuhauen. Ein Stimmungsbild der Partei.

Immer mehr Vorkommnisse erinnern an diese schlechten amerikanischen Filme, in denen ein Cop einen Skandal aufdeckt, beispielsweise die systematische Bestechung von Beamten und dieser Cop dann gemobbt und in Schwierigkeiten gebracht wird, weil die Kritik an den einzelnen anderen, den bestechlichen Cops als Kritik an der Organisation angesehen wird und der „gute Cop“ plötzlich als Nestbeschmutzer gemieden wird. Genau das geschieht gerade und seit geraumer Zeit in der AfD. Und wenn das nicht hilft, dann werden Gerüchte gestreut, dann wird der Gegner mit Schmutz beworfen.

Leider, und dieses leider meine ich ernst, verstehen dann die kritisierten Funktionäre auch nicht mehr die grundlegende demokratische Notwendigkeit: Wenn zum Beispiel wie jetzt immer mehr geschehend, Beiträge des Bündnisses in AfD-Gruppen eines bestimmten Landesverbandes und einiger weniger Kreisverbände zensiert oder gelöscht werden (obwohl die gleichen Beiträge auf den Seiten des Bundesverbandes bestehen und auch diskutiert werden), dann zensiert oder löscht ein Einzelner oder löschen einige ganz wenige Funktionäre Beiträge, Meinungsäusserungen von Mitgliedern der Partei und Meinungsäusserungen von potentiellen Wählern und Unterstützern. Das ist kein demokratisches Verhalten. Das kann sich keine Partei noch sehr lange leisten. Schon gar nicht, wenn die gleichen „Moderatoren“ Beiträge von anderen stehen lassen, die homophobe und rechtslastige Meinungen propagieren. Ist das noch die AfD, die wir, die viele vor wenigen Monaten noch voll und ganz unterstützten?

Oder wenn wir zum Beispiel in einem Kreisverband nachfragen, was der neu zu wählende Vorstand in den vergangenen Monaten unternommen hat, um die Partei wählbarer zu machen und nach welchem Modus eigentlich welcher Funktionär entscheidet, welche Briefe und Anträge von welchen Mitgliedern als Mailing durch den Vorstand den anderen Mitgliedern zur Kenntnis gebracht werden – dann werden Nachbarn und Vermieter des Kritikers ausgefragt, um möglichst irgendetwas Negatives, mit der Sache selbst nichts zu tun habendes zu finden oder einfach nur, um mentalen Druck auszuüben. Aber mit der Sache selber wird sich nicht auseinander gesetzt. Es könnte ja zu einer transparenteren inneren Organisation führen, die nicht mehr so leicht zu lenken ist. Ist das die Parteistruktur, wie wir sie wirklich haben wollen?

Oder wenn man darauf hinweist, dass eine auf Landes- und Kreisseiten verbreitete Audiodatei einer Funktionärsrede aus einem Parteitag eben nicht die gehaltene Rede ist, sondern eine dreimal so lange Version nachgelesen und mit Retorten-Beifall aufgebrezelt wurde – dann steht man nicht dazu und heilt die Angelegenheit, sondern meint, das Bündnis sei ja nur heisse Luft und nichts stünde dahinter. Warum nehmen uns dann genau diese Funktionäre so furchtbar ernst? Vor allem: Weshalb greift man eine Organisation wie die unsere so unter der Gürtellinie an, obwohl wir noch immer an die AfD als Sache glauben und gerade deshalb mit dazu beitragen wollen, dass die AfD nicht zu einer Skandaltruppe, zu einer undemokratisch agierenden, Kritiker unterdrückenden, homophoben und erzkonservativen Altherrensekte werden wird. Wir nehmen uns dabei doch gar nicht die wirklich grossen Irritationen vor, sondern kümmern uns um die eher regionalen oder landesweiten Irritationen, warten ab, was der März-Parteitag bringen wird und entscheiden danach unsere Marschrichtung.

Bis dahin sollte der eine oder andere Funktionär sich verinnerlichen, dass wir weder auf einen EU-Posten, noch einen Funktionärsposten und schon einmal gar nicht auf Mitgliederbeiträge und Wahlergebnisse angewiesen sind. Diese Funktionäre sollten sich überlegen, ob es so schlau ist, das Bündnis ohne Not vom Sympathisanten zu einem öffentlichen Kritiker werden zu lassen. Diese Funktionäre sollten sich überlegen, dass nicht das Bündnis Rede und Antwort gegenüber Wählern, Kreisverbänden und Parteimitgliedern stehen muss.

Diese Funktionäre sollten sich überlegen, dass ein Funktionär nach dem Wechsel von der FDP, der CDU, der Freiheit oder einer anderen Partei zur AfD nicht gleich wieder revidiert werden kann und dass die AfD als Einnahmequelle für diese Funktionäre elementar ist – das Bündnis aber stets die Parteien und Organisationen unterstützt, die in der Region und im Land deckungsgleiche Ziele und Ansichten haben, unabhängig vom Parteinamen. Das Bündnis muss nicht heucheln, um einen EU-Sitz oder einen anderen Altersversorgungssitz zu erhalten bzw. zu behalten. Das Bündnis muss der AfD nicht eine Idee verkaufen, um wirtschaftlich abgesichert zu sein. Das Bündnis benötigt keine AfD-Gelder, um sich über Wasser halten zu können – das Bündnis beschafft Gelder. Das Bündnis vertritt die Interessen der Bündnis-Mitglieder und die eigenen Interessen dehalb unabhängig und muss keine Rücksichten auf Parteikalkül, Stimmenmehrheiten oder Absprachen nehmen, sondern kann sich ganz und gar der Sache, dem Projekt, den Mitgliederinteressen widmen.

Dieser Beitrag geht heute an etwas mehr als 4.000 Abonnenten in unterschiedlichen virtuellen Netzwerken und an gut doppelt soviele Leser – und, ihr, die ihr euch angesprochen fühlt: wir werfen nicht mit Schmutz, nennen keine Namen, streuen keine Gerüchte und belassen es vorerst dabei, wie wir es dabei belassen, recht allgemeine Verhaltensweisen anzusprechen. Denn wir halten uns an die von uns postulierten Wertvorstellungen.

Geld für Sinnvolles

Keine Bürgerinitiative kommt ohne Geld aus. Erfolgreiche Bürgerinitiativen benötigen eine klare Strategie, eine erfahrene Führung und neben den wichtigen ehrenamtlichen Helfern vor allem Geld. Und dabei ist es vollkommen egal, ob es um die Rettung eines Jugendheimes, um die Aufstellung einer neuen Partei, um die Stärkung eines Kreisverbandes, die Veränderung einer Infrastrukturplanung, die Absetzung eines Politikers, den Bau eines Nahwärmenetzes oder die Beendigung der Massentierhaltung geht. Das Bündnis steuert hierzu neben anderen, konkreten Hilfestellungen im Bereich der Projektentwicklung, der Projektfinanzierung oder der Organisation von Veranstaltungen insbesondere die Beschaffung von Spendern und Sponsoren bei. Auf Erfolgsbasis versteht sich.

Mehr Infos: http://www.buendnis.eu/index.php/themen/politik/139-buergerengagement