Die Zeit der Alchimisten ist vorbei – auch in Niedersachsen

Jahrhundertelang wurde von selbst ernannten Alchimisten versucht, aus ganz verschiedenen Metallen Gold zu machen – manchmal waren die Alchimisten tatsächlich von sich und ihrem Tun überzeugt, nur oft genug aber wollten sie nur betrügen und ihren eigenen Vorteil aus unglaublichen Geschichten ziehen. Wie ähnlich ist die Situation der AfD diesem Bemühen. Es gab und gibt auch heute noch immer etliche Menschen, die aus dem Umstand der neuen Partei in erster Linie für sich selbst Nutzen und Vorteile ziehen wollen, anstatt das vor sich liegende Stück Gelegenheit einfach nur zu putzen und zu sehen, dass man schon lange Gold in der Hand hat.

Lassen wir uns doch nicht schon am Anfang dazu verleiten, uns durch Dritte positionieren zu lassen, durch Dritte unpassende Etiketten aufdrücken zu lassen und vor allem: lassen wir es nicht länger zu, dass uns diese goldene Gelegenheit einer neuen Partei durch einige Wenige genommen wird. Die AfD unterscheidet sich im Moment und hoffentlich noch lange von den übrigen Parteien dadurch, dass konkrete Probleme aufgezeigt und dadurch viele Menschen zum nachdenken gebracht wurden. Jetzt aber müssen wir Lösungen bringen und es muss aufhören, dass das Internet von Schmähungen und Beleidigungen gegenüber Dritten und von radikalen, gar nicht durch die AfD gewollten Meinungsäusserungren überquillt.

Die AfD ist ganz sicher nicht das Allheilmittel für alle Probleme. Die AfD kann auch nicht alle drängenden Fragen beantworten. Die AfD kann schon gar nicht für alle möglichen politischen Richtungen stehen. All das kann die AfD nicht. Aber die AfD kann sich durch die kommenden Parteitage, die Wahlen und die Beschlüsse positionieren und muss das auch. Klar positionieren zu den Themen, die die Menschen bewegen. Klar positionieren in der Aussendarstellung. Klar positionieren in den anzubietenden Lösungen. Wenn das nicht geschieht, dann verwirkt die AfD, dann verwirken wir Mitglieder diese einmalige Chance, etwas zu bewegen, zu verändern, zu verbessern.

Beschäftigen wir uns nicht mehr mit den Trollen des Internets. Beschäftigen wir uns nicht mehr mit den Nebelkerzen der anderen Parteien. Beschäftigen wir uns nicht mehr mit sowieso bekannten Problemstellungen. Beschäftigen wir uns endlich, jetzt und konkret mit Lösungsansätzen. Beschäftigen wir uns endlich durch die richtige Wahl und den nächsten Ergebnissen der Parteitage mit konkreten Zielvorgaben. Beschäftigen wir uns ab sofort mit dem Bürger, der unser Mitglied und unser Wähler werden soll.

In Niedersachsen haben wir viele Dinge, die wir schon jetzt konkret angehen können und für die wir die Menschen auch dann gewinnen können, wenn wir uns aus der reinen Kommunalpolitik erst einmal heraushalten. Schauen wir auf die bekannten Probleme in unserem Land und belegen wir den Platz, den Die Grünen schon lange verlassen haben. Schauen wir auf die positiven Beispiele in unserem Land und machen wir uns zum Sprachrohr solch positiver Initiativen. Schauen wir auf die Möglichkeiten, die unser Land bietet und nutzen wir diese, um der AfD in Niedersachsen ein festes, greifbares und nachvollziehbares Profil zu geben.

Ich als Unternehmer motiviere meine Mitarbeiter und meine Geschäftspartner in diesem Sinne, die AfD zu unterstützen. Je kantiger das Profil unserer Partei dabei wird, je aktueller und greifbarer die Lösungsansätze unserer Partei sind und je mehr unsere Ideen Inhalte aufweisen, je überzeugender kann ich auftreten, je überzeugender können Sie alle vor Ort auftreten, je überzeugender ist die Alternative für Deutschland auch in Niedersachsen.

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Immer wieder wird die gleiche Sau …

.,.. durch’s Dorf getrieben – jetzt haben sich die Medien nach den ganzen Vorwürfen zu rechtsradikalen Umtrieben auf die angebliche innere Zersplitterung der AfD eingeschossen. Und was geschieht? Die Leute rechtsaussen wittern Oberwasser und werden lauter, als die Mehrheit – und die anderen keilen zurück. Dass man im Internet schnell seine Meinung rausposaunen kann, heisst doch nicht, dass man das auch muss. Hier wird doch nichts weiter versucht, als wieder von den eigentlichen Problemen (des Staates Deutschland) und der eigentlichen Situation (der Partei AfD) abzulenken. Wer dies nicht erkennt und blindlings (unautorisierte) Meinungen im Namen der AfD zum besten gibt, der unterstützt die politischen Gegner.

Mich selber stört es sehr, wenn fanatische Parolen in meinem viralen und virtuellem Umfeld gepostet werden und unwidersprochen bleiben, denn ich möchte nicht mit denen in einen Topf geworfen werden, die beratungsresistent sind. Deshalb ist Widerspruch gefragt – Widerspruch durch Argumentationen, denn durch Argumente vorgetragene Gegenpositionen wirken – beim Mitglied, beim Diskussionspartner, beim Bürger.

Ganz nebenbei eine persönliche Anmerkung: Mir geht diese in Halbwissen gepresste ängstliche Grundhaltung Uninformierter sehr auf die Nerven – lassen Sie uns gemeinsam diesen uninformierten Bürgern und Mitgliedern durch Argumente die Unsicherheit, Angst und das Halbwissen nehmen. Ein Beispiel: Diese endlose Überfremdungsdebatte (die im übrigen jede Partei einmal auszufechten hatte) – es reicht doch wohl zu sagen, dass von den 15.000.000 afrikanischen Flüchtlingen gerade einmal 32.000 innerhalb der EU Zuflucht fanden. Oder dass die Gesamtaufwendungen für Asylbewerber und vergleichbare Gruppen in Deutschland knapp mehr als 900.000.000 Euro betragen – ein Fünftel der Kosten des Berliner Flughafens oder besser: 0,3% unseres Bruttosozialprodukts. Diese Überfremdungsdebatte durch Stories und Bilder und Häme aufzuheizen, ist nicht rechtsradikal, das ist einfach dumm oder unethisch.

Die AfD benötigt dringend eine für Aussenstehende verständliche Abgrenzung zwischen autorisierten und unautorisierten Meinungsäusserungen, damit die nun im werden befindliche klare Linie eines künftig kompletten Parteiprogramms bei den Bürgern, künftigen Wählern und Mitgliedern auch korrekt ankommt. Damit wird auch die angebliche Zersplitterung negiert – es ist doch vollkommen klar und ist stets so, dass neue Organisationen wie die AfD am Anfang alle möglichen Leute anzieht, dann Posten eingenommen werden von Menschen, denen man eben nicht einmal auf die Schnelle in die Seele schauen konnte und die von der neuen Position vielleicht auch einfach überfordert sind. Es ist völlig normal, dass verschiedenste Meinungen im Laufe der Zeit sich manifestieren, die dann irgendwie doch nicht zur Gesamtlinie passen. Und es ist völlig normal, dass andere Menschen hinzukommen und weitere Meinungen postulieren. Na und? Das ist so und das wird auch noch eine Weile dauern. Kein Grund zur Aufregung.

Wichtig ist letztlich, dass die grobe Linie vorgegeben wird und dass zumindest die Funktionsträger sich bewusst sind, dass jede Äusserung als Äusserung der Partei draussen wahrgenommen wird. Klare Argumentation hilft auch hierbei. Fakten entscheiden. Die AfD hat es gar nicht nötig, sich hier zu rechtfertigen – Parteitagsbeschlüsse und Parteiprogramm wirken bald wie Gravitation: sie hilft, am Boden der Tatsachen zu bleiben, die Wechselbeziehungen untereinander zu formen und die Gesamtheit zu erhalten.

Konzentrieren wir uns auf die innere Reinigung, die Fixierung der Parteiprogrammpunkte, erarbeiten wir Lösungen und lassen Sie uns schaffen, was andere nicht einmal anfangen wollen. Eine Alternative für Deutschland.

Das neue Grün ist blau!

Es ist uns ein grosses Anliegen, die deutsche Landwirtschaft in den Bereichen zu stützen, in denen sie derzeit von der Politik alleine gelassen wird und in denen sie Chancen nutzen kann, um rentabler, aber auch ökologisch wertvoller zu agieren. Hierzu haben wir uns im Rahmen der Forschung und der Investition als Partner konsolidiert, um gemeinsam unsere Zukunft zu gestalten – ohne auf die Förderpolitik aus Brüssel angewiesen zu sein und ohne die üblichen Lobbyisten aus den Verbänden und Unternehmen.

Das Hauptproblem: Es gibt viel zu viel Schweinegülle und immer weniger verwertbaren Phosphor. Nun kann man meinen, die Massentierhaltung muss eingedämmt werden, dann gibt es auch nicht zuviel Schweinegülle. Wir meinen auch, dass die Massentierhaltung eingedämmt werden muss – aber bis es soweit sein wird, müssen wir das damit zusammenhängende Problem der Gülle lösen. Und es muss in das Bewusstsein der Verantwortlichen gebracht werden, dass die Ressource Phosphor weitaus wichtiger ist, als die Ressource Erdöl. Wir haben uns der Probleme Phosphor und Schweinegülle angenommen und bieten Landwirten -vorerst in Norddeutschland- gemeinsam mit privaten Geldgebern zukunftsweisende Lösungen an.

Phosphor wird unter anderem für die Herstellung von Düngemitteln gebraucht. Forscher warnen, dass die Ressourcen des Elements bereits in 20 Jahren erschöpft sein könnten – mit gravierenden Folgen. Wenn Erdöl ausgeht, kann die Welt auf andere Energieträger ausweichen. Mit Phosphor verhält es sich anders. Es ist ein lebensnotwendiges Nährelement für Pflanzen und Tiere und lässt sich durch nichts ersetzen. Auch Düngemittel ohne Phosphor sind deshalb nicht denkbar. Doch die Zahl und Größe der Lagerstätten, in denen der Stoff gewonnen wird, ist begrenzt. Fünf Länder teilen sich 90 Prozent der globalen Phosphor-Reserven: Neben China und den USA sind es Südafrika, Marokko und Jordanien. Es könnte zu einem großen Problem werden, dass es nur so wenige Förderländer für einen Stoff gibt, der so wichtig ist für die Landwirtschaft auf der ganzen Welt.

Phosphor ist unverzichtbar für unsere moderne industrialisierte Landwirtschaft. Je mehr sie sich auch in Entwicklungs- und Schwellenländern durchsetzt, desto stärker wächst der Bedarf für phosphorhaltige Düngemittel. Wenn dieser Rohstoff in Zukunft aber knapp wird, müssen wir darauf vorbereitet sein. Sonst werden die Preise für Nahrungsmittel explodieren. Wir aber haben bereits ein brauchbares Lösungskonzept. Und das heißt: Recycling! Wir haben kalkuliert, wie es der EU gelingen könnte, das Ende der Förderung von Phosphatgesteinen zu kompensieren. Zwei Drittel oder sogar drei Viertel der in Europa benötigten Phosphat-Mengen könnten aus Gülle in der Landwirtschaft extrahiert werden. In China gibt es bereits 4000 Fabriken, die organische Düngemittel herstellen. Immerhin: Die EU hat jetzt erstmals ein Forschungsprojekt ausgeschrieben, in dem es um den nachhaltigen Umgang mit Phosphaten geht …..

Wir importieren die Technik auf Lizenzbasis, investieren gemeinsam mit Spezialbanken und Landwirten in die Verwertung von Schweinegülle und produzieren reine Phosphate, mindern die Nachteile der Massentierhaltung bezogen auf die Umwelt, verbessern die wirtschaftliche Situation von Landwirten und werden unabhängiger vom Ausland – ganz ohne EU-Bürokratie. So soll praktische Politik sein. So unterstützt man die Landwirtschaft. So sichern wir uns Nahrung. Das neue Grün ist blau.

Bürgertum: Der Mittelstand der Gesellschaft

Wie so oft wiederholt sich die Geschichte: Sobald eine neue Partei dabei ist, das Konstrukt des Establishment zu erschüttern, wird mit Dreck geschmissen, als sei die öffentliche Meinung die Energiewende der Etablierten. Ich denke, es wird Zeit, dem Bürgertum wieder eine Stimme zu geben. Es wird Zeit, alte Werte zu postulieren und die bislang noch schweigende Bildungsschicht zu aktivieren. Wenn Vordenken, konstruktive Kritik und Rückbesinnung auf Werteraster der aufgeklärten Gesellschaft rechtsradikal ist, dann ist diese Einstufung rechtsradikal.

Vor gut zehn Jahren hat Joachin Fest geschrieben, wie sehr ihm die Krawatten auf dem Kurfürstendamm fehlen, wie sehr T-Shirts und offene Hemdkragen ihm, dem anerkannten Historiker zeigen, dass es einen eklatanten Verlust der Bürgerlichkeit gäbe. Dieses Gefühl ist jetzt endlich auch im Bürgertum angekommen. Im Bürgertum, der Basis der AfD. Wir, die Bürger im Sinne eines Bürgertums sind es, die sich immer mehr am Verfall der so genannten Guten Sitten stören. Die in unseren Städten und auch auf dem Land zunehmenden gewalttätigen Übergriffe von Jugendlichen gleich welcher Nationalität, von organisierten Kriminellen, von Alkoholisierten oder von einfach nur dummen Menschen sind dabei nur der spektakulärste Ausdruck urbaner Dekadenz. Harmlos dagegen mutet dann schon die Dreckspur in der Stadt und auf dem Land an, die verrohte und nicht mehr an Ordnung gewöhnte Menschen hinterlassen: Reste von Grillfesten in öffentlichen Parks, Plastikmüll am Seeufer, zersplitterte Flaschen auf den Bürgersteigen. Leider ist es so: Wo Jugendliche und das Präkariat feierte, ist nach dem Fest kein Platz mehr für ordentliche Bürger.

Es gibt sie noch, diese ordentlichen Bürger. Es ist das Bürgertum, das die Gesellschaft trägt, wie es der Mittelstand für die Wirtschaft ist. Allein: Es findet keine Fürsprecher mehr – nicht in den Medien, nicht in der Politik. Und das muss die Politik ändern. Lustvoll, abwiegelnd und schönfärbend wird über den heutigen Jugendkult, Handy-Unkultur und Internet berichtet – fast süffisant aber lassen sich die Medien aus über den Bürger, der seinen Abfall entsorgt, wenn er heim geht, der mit dem Rad nicht auf dem Gehweg fährt, um Fussgänger nicht zu gefährden, der Musik in Zimmerlautstärke hört, um die Nachbarn nicht zu stören.

Statt hinter dem Jugendpack herzuräumen, im wahrsten und im übertragenen Sinne, könnte man doch mal aufräumen: Durch Polizeistreifen, durch Strafbefehle, durch Mitnahme auf die Polizeiwache. Warum denn bitte nicht? Warum denn immer wieder falsche Toleranz, anstatt das Bürgertum zu unterstützen? Giuliani hat aus dem Dreckskaff New York wieder eine saubere und im Alltag sichere Stadt gemacht. Ist das rechtsradikal?

Doch in Deutschland gilt eine solche Autorität als nicht schicklich. Toleranz wird pervertiert, denn immer mehr gelten die, die schweigend zusehen, wenn Präkariat und Jugendliche die Sau herauslassen, als tolerant. Und genauso wird der bürgerliche Ausdruck von Freiheit pervertiert, im realen Leben, wie auch im Internet: Freiheit gilt schon lange nicht mehr als die Freiheit, mit der sich der Einzelne sein zivilisatorisch eingefriedetes Territorium der Selbstentfaltung leisten kann.

Aber es bedeutet nun einmal nicht, sich die freiheit herauszunehmen, sich eigennützig und a-sozial solange zu gerieren, bis sich irgendjemand mutig entgegenstellt. Nein, es bedeutet, dass die Freiheit des Bürgers auch darin besteht, dass er nicht die Musik des anderen hören muss, dass er nicht den Anblick des weggeworfenen Mülls der anderen ertragen muss, dass er nicht die Aggression des anderen akzeptieren muss, dass er sich nicht das Hirn mit sinn- und inhaltslosen Fernsehsendungen der von ihm bezahlten öffentlich-rechtlichen Anstalten zukleistern lassen muss und dass er nicht als rechts im negativen Sinne eingestuft werden muss, weil er an Bürgertum und alten Werten festhält.

Doch wer denkt darüber heute noch nach? Die Smartphone-Generation, die Freiheit mit Grenzenlosigkeit verwechselt? Der Ungeist von „oben“ wirft Schatten auf die da „unten“, wo der Rest der Gesellschaft nun mal ist: In den öffentlichen Verkehrsmitteln,in Parks, an Seeufern, auf Promenaden, nachts auf den Strassen, tags auf den Gehwegen. Das Bürgertum braucht wieder eine Stimme. Das Bürgertum muss sich erheben. Das Bürgertum braucht eine politische Lobby.

Vorsicht! Neger in unserem Boot ….

oder so ähnlich muten viele postings in den Social Networks momentan an. Dass die meisten solcher postings hinsichtlich Grammatik, Interpunktion und Wörtergestaltung eher anmuten, als hätten diese nicht Deutsche, sondern Nicht-Deutsche geschrieben, mutet dann schon wie ein Treppenwitz an. Leider muss man dann vom Inhalt her oft darauf stossen, dass es nicht nur an Rechtschreibkünsten mangelt – an Pauschalierungen und Vorurteilen hingegen nicht.

Liebe Leute, „die Ausländer“ sind weder Schuld daran, dass ihr keinen Job habt, noch daran, dass ihr euer eigenes Leben nicht in den Griff bekommt. „Die Ausländer“ sind nicht Schuld daran, dass Millionen und Milliarden ins deutsche Ausland fliessen und „die Ausländer“ sind nicht „die Asylanten“ und „die Asylanten“ sind nicht „die Armutsflüchtlinge“. Aber jetzt einmal in einfachen Worten:

Gutsituierte EU-Länder wie Deutschland haben die ethische, moralische und verantwortungsvolle Pflicht, politisch Verfolgte und vor allem auch Kriegsflüchtlinge aufzunehmen. Wer das auch nur ansatzweise in Zweifel zieht, ist nicht rechtsradikal, sondern in erster Linie asozial im wahrsten Sinne des Wortes. Sonstige Ausländer in Deutschland sind nichts anderes als Deutsche im Ausland: Eben keine Einheimischen, was per se auch nicht verkehrt ist – Unternehmer und Geschäftsreisende wissen das bestens.

Und die anderen? Die Armuts- oder Wirtschaftsflüchtlinge? Woran sollen diese Menschen Schuld haben? Weshalb geben gerade die Schlechtinformierten unter uns diesen Menschen die Schuld am eigenen Unvermögen im doppeldeutigen Sinne des Wortes? Menschen, die aus Armut zu uns nach Europa kommen wollen, hungern, haben kein Dach über dem Kopf und keine Chance, die eigene Familie zu ernähren. Diese Menschen verschulden sich und riskieren ihr Leben, um die eigene Familie zu ernähren, irgendwann einmal, wenn sie selber überlebt haben. Diese Not ist den meisten Deutschen gar nicht mehr bewusst.

Diese „anderen“ nehmen hier niemandem einen Job weg, denn sie dürfen gar nicht arbeiten. Das muss die Politik ändern.

Diese „anderen“ kosten uns auch nicht „zuviel“. Erstens gibt es bei diesen im ethischen Sinne armen Menschen nicht mehr Schmarotzer, als bei deutschen Hartz4-Empfängern und zweitens haben diese „anderen“ uns im Jahr nicht mehr gekostet, als in Hamburg beim Bau der Elbphilharmonie verschwendet wurde. Das muss die Politik ändern – nicht die Aufnahme der „anderen“, sondern dass die Verschwendung von Steuergeldern immer noch keine zivil- und strafrechtlichen Folgen hat.

Und „die anderen“ kommen nicht zu uns wie es deutsche Auswanderer in andere Länder zieht. Sie kommen zu uns, weil bei ihnen zuhause keine Alternative mehr besteht. Afrikanische Länder produzieren arme Menschen. In den dortigen Regierungen und in den EU-Regierungen sitzen die Schuldigen an der Situation. Der „andere“ hier in der EU ist nicht schuldig, schuldig sind die Politiker, die Situationen wie in Afrika entstehen, decken und fördern:

Mauretanien zum Beispiel erhält jährlich einen hohen zweistelligen Millionen-Betrag, damit europäische Fischfangflotten dort das Meer leerfischen können und damit die in europäischen Gewässern geltenden Fangquoten zu umgehen. Dummerweise landet dieses Geld aber nicht bei den verarmenden und fanglosen Fischern Mauretaniens, sondern bei deren Regierung. Geändert wird von der Poltiik nichts.

Andere Staaten wie Burkina Faso werden der Rohstoffe beraubt, bis das Land nicht mehr fruchtbar, sondern verödet ist. Die Menschen haben schlicht und ergreifend nichts mehr zu essen. Nur die Politker natürlich. Was machen unsere Politiker? Nichts. Dabei wäre es ein leichtes, derlei gewonnene Rohstoffe gesondert zu besteuern, damit es sich für die Konzerne nicht mehr lohnt.

Oder die durch die EU mit jährlich Millionen über Millionen subventionierten Hühnerproduzenten: Zu Dumpingpreisen nach Afrika exportierte Hühner und Küken kosten den EU-Bürger jährlich Millionen Euro, verändern den Preis in der EU nicht, fördern die Massentierhaltung in der EU und lassen die Märkte in Afrika zusammenbrechen, weil Einheimische nicht so günstig produzieren können – und wieder werden Arme und Hungernde produziert. Das muss die Politik ändern.

Oder die so genannten Nahrungsmittelhilfen der UN, der USAID oder anderer Hilfsorganisationen: Durch die kostenlos verteilten Nahrungsmittel werden alle einheimischen Bauern zu Armen und Hungernden, denn ihre Produkte kauft natürlich niemand, der sie umsonst von den Hilfsorganisationen bekommt. Das muss die Politik ändern.

Die Politik ist also schuld und nicht der arme Mensch, der nach Europa kommt, um zu überleben. Und damit auch diese Pauschalität negiert wird: nicht „die Politik“ ist schuld, sondern der einzelne, handelnde oder unterlassende Politiker und deren Wähler. Ich denke, wir haben eine Alternative für Deutschland, dies zu ändern.

Menschen fischen

Dass die AfD sich thematisch deutlicher und breiter positionieren muss, ist keine Frage. Dass die externe Kommunikation und die Aussendarstellung verbessert werden muss, ist auch keine Frage. Dass die Euphorie vieler anfänglicher Mitstreiter nach und nach abflachen wird, ist ebenfalls keine Frage.

Als langjähriger Unternehmer und Krisenmanager bin ich und sind meine Führungskräfte solche Situationen gewohnt – egal, ob es sich um die Festlegung und Realisierung strategischer Ausrichtung, die Selektion und das Aufspüren strategischer Partner oder die Entwicklung und Realisierung von Projekten handelt. Immer ist die Antwort auf die immer gleiche Frage wichtig: Welchen Mehrwert können wir bieten.

Bezüglich der AfD ist der Mehrwert ganz generell, dass Probleme thematisiert und noch nicht im Politiksprech eingewickelt werden. Aber das allein genügt nicht. Wir müssen Menschen fischen – und das mit Ködern, die den Menschen schmecken. Und dort, wo die Menschen sind. Also die Bundespolitik für die Aufmerksamkeit und Positionierung, die Kommunalpolitik für die breite Basis der Unterstützung und Wählerstimmen.

Gerade im kommunalpolitischen Alltagsgeschäft kann man, können wir als AfD etliches erreichen. Die dort vielfach etablierten Grünen und Freien sind mittlerweile in der Parteienlandschaft, den Spruchblasen und den Arrangements vom System geschluckt worden. Hier gilt es, mit umfassenden Themen und vor allem Lösungsansätzen aus der Praxis den verlassenen Raum für die AfD zu gewinnen. Dort geht es durch praktische Lösungsansätze ohne Geschwafel und mit Unterstützung aus der Wirtschaft, um der Theorie einen praktischen Unterbau zu liefern. Nach den Professoren, nun die Unternehmer.

Der Begriff „Erneuerbare Energie“ ist mittlerweile negativ besetzt. Aber und gerade wenn wir auf kommunaler Ebene den Bürgern günstigen Strom, verlässliche Bürgernähe, genossenschaftliche Gemeinsamkeit und regionale Wertschöpfung anbieten, dann fixieren wir die AfD beim Menschen. Und dort wollen wir hin.

Inflation gefährdet unsere Demokratie

Anders als in traditionelleren Gesellschaften, wo Herkunft und Stand, Familie und Stamm den Platz in der Gemeinschaft bestimmen, ist in modernen Gesellschaften das Geld das bestimmende Element. Wert und Selbstwert hängen in einer hochgradig arbeitsteiligen Gesellschaft nicht zuletzt vom individuell verfügbaren Geld ab. Wenn aber der Geldwert nicht mehr verlässlich ist, verschieben sich die Maßstäbe insgesamt. Das Wertesystem einer Gesellschaft gerät ins Rutschen, mit unabsehbaren Folgen. Auf nichts im Staat scheint mehr Verlass zu sein. Politische und ökonomische Destabilisierung gehen Hand in Hand.

Extrem ist dieser Verlust an Maßstäben in Phasen der Hyperinflation, wie im Deutschland der frühen zwanziger Jahre. Damals untergrub die Inflation das Vertrauen in den neuen demokratischen deutschen Staat. Die ökonomische Destabilisierung brachte nicht nur materielle, sondern auch humanitäre Werte ins Rutschen. Auf einer grundsätzlichen Ebene zerstörte die monetäre Unsicherheit alle verbliebenen Werte.  Die politische und die ökonomische Destabilisierung gehen Hand in Hand. Sie verstärken sich gegenseitig.

Geld, so hat es sich im vergangenen Jahrhundert weltweit eingebürgert, ist ein staatliches Monopolgut. Es muss werthaltig bleiben. Auf Dauer. Inflation ist überraschend, unfair, ungerecht. Man darf das nicht unterschätzen: Stabiles Geld ist ins gesellschaftliche Geflecht eingewoben. Unsere Verträge, unsere Vermögen, das Gros der dauerhaften Wirtschaftsbeziehungen basieren auf der Annahme einer konstant niedrigen Inflation. Wird dieses Versprechen gebrochen, kommt es zu Verteilungskämpfen. Beschäftigte gegen Arbeitgeber, Schuldner gegen Gläubiger, Alte gegen Junge – alle fühlen sich übervorteilt. Inflation ist kalte Enteignung. Überraschend. Unfair. Ungerecht. Inflation ist undemokratisch: Während das Parlament über Steuern und Etatkürzungen offen diskutiert und nachvollziehbar Entscheidungen fällt, breitet sich die Inflation heimlich, still und leise aus.

Erst im Nachhinein wissen die Bürger, dass ein Teil ihrer Kaufkraft weg ist. Das hat aus der Sicht praktischer Politik seinen Reiz, aber es ist hochgefährlich. Wer mit der Inflation spielt, der spielt mit dem Kern der Demokratie – dem Vertrauen der Bürger in die Institutionen ihres Staates. Und das ist ein zu hoher Preis. Schlimmer noch: Inflation zur Entschuldung der öffentlichen Haushalte funktioniert nur überraschend. Das macht sie so perfide.

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