Das neue Grün ist blau!

Es ist uns ein grosses Anliegen, die deutsche Landwirtschaft in den Bereichen zu stützen, in denen sie derzeit von der Politik alleine gelassen wird und in denen sie Chancen nutzen kann, um rentabler, aber auch ökologisch wertvoller zu agieren. Hierzu haben wir uns im Rahmen der Forschung und der Investition als Partner konsolidiert, um gemeinsam unsere Zukunft zu gestalten – ohne auf die Förderpolitik aus Brüssel angewiesen zu sein und ohne die üblichen Lobbyisten aus den Verbänden und Unternehmen.

Das Hauptproblem: Es gibt viel zu viel Schweinegülle und immer weniger verwertbaren Phosphor. Nun kann man meinen, die Massentierhaltung muss eingedämmt werden, dann gibt es auch nicht zuviel Schweinegülle. Wir meinen auch, dass die Massentierhaltung eingedämmt werden muss – aber bis es soweit sein wird, müssen wir das damit zusammenhängende Problem der Gülle lösen. Und es muss in das Bewusstsein der Verantwortlichen gebracht werden, dass die Ressource Phosphor weitaus wichtiger ist, als die Ressource Erdöl. Wir haben uns der Probleme Phosphor und Schweinegülle angenommen und bieten Landwirten -vorerst in Norddeutschland- gemeinsam mit privaten Geldgebern zukunftsweisende Lösungen an.

Phosphor wird unter anderem für die Herstellung von Düngemitteln gebraucht. Forscher warnen, dass die Ressourcen des Elements bereits in 20 Jahren erschöpft sein könnten – mit gravierenden Folgen. Wenn Erdöl ausgeht, kann die Welt auf andere Energieträger ausweichen. Mit Phosphor verhält es sich anders. Es ist ein lebensnotwendiges Nährelement für Pflanzen und Tiere und lässt sich durch nichts ersetzen. Auch Düngemittel ohne Phosphor sind deshalb nicht denkbar. Doch die Zahl und Größe der Lagerstätten, in denen der Stoff gewonnen wird, ist begrenzt. Fünf Länder teilen sich 90 Prozent der globalen Phosphor-Reserven: Neben China und den USA sind es Südafrika, Marokko und Jordanien. Es könnte zu einem großen Problem werden, dass es nur so wenige Förderländer für einen Stoff gibt, der so wichtig ist für die Landwirtschaft auf der ganzen Welt.

Phosphor ist unverzichtbar für unsere moderne industrialisierte Landwirtschaft. Je mehr sie sich auch in Entwicklungs- und Schwellenländern durchsetzt, desto stärker wächst der Bedarf für phosphorhaltige Düngemittel. Wenn dieser Rohstoff in Zukunft aber knapp wird, müssen wir darauf vorbereitet sein. Sonst werden die Preise für Nahrungsmittel explodieren. Wir aber haben bereits ein brauchbares Lösungskonzept. Und das heißt: Recycling! Wir haben kalkuliert, wie es der EU gelingen könnte, das Ende der Förderung von Phosphatgesteinen zu kompensieren. Zwei Drittel oder sogar drei Viertel der in Europa benötigten Phosphat-Mengen könnten aus Gülle in der Landwirtschaft extrahiert werden. In China gibt es bereits 4000 Fabriken, die organische Düngemittel herstellen. Immerhin: Die EU hat jetzt erstmals ein Forschungsprojekt ausgeschrieben, in dem es um den nachhaltigen Umgang mit Phosphaten geht …..

Wir importieren die Technik auf Lizenzbasis, investieren gemeinsam mit Spezialbanken und Landwirten in die Verwertung von Schweinegülle und produzieren reine Phosphate, mindern die Nachteile der Massentierhaltung bezogen auf die Umwelt, verbessern die wirtschaftliche Situation von Landwirten und werden unabhängiger vom Ausland – ganz ohne EU-Bürokratie. So soll praktische Politik sein. So unterstützt man die Landwirtschaft. So sichern wir uns Nahrung. Das neue Grün ist blau.

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