Die Kreisverbände der AfD ….

… sind im Parteiengefüge enorm wichtig und die Basis aller Entwicklungen. Um dies deutlich zu erkennen, sollte man sich eine Partei wie ein Haus vorstellen: Wenn ein Haus eine schöne Fassade hat, dann weckt es Interesse. Wenn ein Haus ein robustes Dach hat, dann trotzt es auch dem Unwetter. Wenn ein Haus grosse, einladende Fenster hat, dann lädt es ein, Blicke nach drinnen zu richten. Wenn dieses Haus aber ein schlechtes Fundament hat, dann nutzt das alles nichts, dann bricht es einfach zusammen und wird als Müll weggeräumt. Die (noch und im Ganzen betrachtet) schöne Fassade der Partei durch Gesichter und Lebensläufe, das solide Dach aus Finanzen und Unterstützern wie uns und die einladenden Fenster aus einem entstehendem und hoffentlich vorzeigbarem Programm nutzen uns allen nichts, wenn das Fundament aus Kreisverbänden nicht stabil ist.

Im Umkehrschluss heisst das, dass jeder in der Partei, sowohl die Funktionäre, als auch die Mitglieder als solche bestrebt sein müssen, das Fundament zu stärken, die Kreisverbände effizient und erfolgreich agieren zu lassen. Funktioniert dies nicht, dann bleibt eine zerbrechliche Hülle aus Visionen und Ansprüchen. Mehr nicht. Gelingt es aber, dann können Ideen entwickelt und realisiert, dann können Programme entwickelt und propagiert, dann können politische Entwicklungen angestossen und womöglich auch Veränderungen erzielt werden.

Was ist aber an der Basis los, was geschieht in den Kreisverbänden? Plakate kleben und Flyer verteilen allein kann, darf und soll nicht die Arbeit der Kreisverbände sein – die Arbeit der Kreisverbände muss in überlegtem Handeln, in Nutzung bestehender Kontakte, im Aufbau neuer Kontakte und vor allem in einer durch Partei-Rahmenrichtlinien festgelegten Richtung erfolgen, die nicht immer wieder dadurch unterminiert werden, dass öffentlich posaunte, persönliche Meinungen als Meinung der Partei bei potentiellen Wählern und Mitgliedern ankommen.

Solange die Partei noch kein vollwertiges Programm vorzuweisen hat, müssen wir Mitglieder, potentielle Wähler und Förderer dadurch gewinnen, dass diese genau an diesem neuen Programm mitarbeiten können, etwas bewegen können, Deutschland gestalten helfen. Kann das aber mit Menschen gelingen, die berechtigte Fragen nur mit persönlichen Angriffen kontern? Kann das mit Menschen gelingen, die meinen, dass das von der AfD ursprünglich gewollte Wertesystem nicht als Unterscheidungskriterium dienen kann, weil man das 20 Jahre lang als CDU-Mitglied auch nicht  erfolgreich umsetzte? Kann das mit Menschen gelingen, die sich selber mental nicht bewegen und alles Neue durch Unhöflichkeit, Missgunst und auf schlechte Gutsherrenart wegbeissen möchten? Nein, ganz sicher nicht.

Jeder Vorstand, auch der Vorstand eines Kreisverbandes ist in der Verantwortung für eine kultivierte Streitkultur, muss offen sein für sinn- und zielführende Diskussionen, muss Visionen entwickeln und diskutieren lassen, muss das Selbstverständnis eines Kreisverbandes entwickeln und leben lassen. Dann wird Plakate kleben und Flyer verteilen zur Kür, weil die eigentliche Arbeit mit dem Kopf vollbracht wurde. Dann werden die Kreisverbände gestärkt. Dann ziehen die Kreisverbände neue Mitglieder, neue Wähler und neues Geld an. Dann hat die Partei das Fundament, das sie benötigt, um in Deutschland etwas zu bewegen. Nur dann.

Die immer wieder kolportierte Unterwanderung der AfD durch nicht gewollte Ex-Irgendetwas verhindern wir nur durch ein Mehr an akquirierten Neumitgliedschaften. Diese Neumitgliedschaften bringen uns mehr Geld und locken mehr Förderer. Beides zusammen bringt uns mehr Wählerstimmen. Das funktioniert, wenn die Kreisverbände Visionen leben, Realitäten verstehen und Engagement an den richtigen Stellen entwickeln. Menschen, die sich nicht bewegen wollen, Vorstände, die nicht führen können, Mitglieder, die Neues nicht wollen – all diese sollten einfach Platz machen für die vielen, vielen Menschen in der AfD, die sich bewegen wollen, die führen können und die Neues bewirken möchten.

 

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