Die Zeit der Alchimisten ist vorbei – auch in Niedersachsen

Jahrhundertelang wurde von selbst ernannten Alchimisten versucht, aus ganz verschiedenen Metallen Gold zu machen – manchmal waren die Alchimisten tatsächlich von sich und ihrem Tun überzeugt, nur oft genug aber wollten sie nur betrügen und ihren eigenen Vorteil aus unglaublichen Geschichten ziehen. Wie ähnlich ist die Situation der AfD diesem Bemühen. Es gab und gibt auch heute noch immer etliche Menschen, die aus dem Umstand der neuen Partei in erster Linie für sich selbst Nutzen und Vorteile ziehen wollen, anstatt das vor sich liegende Stück Gelegenheit einfach nur zu putzen und zu sehen, dass man schon lange Gold in der Hand hat.

Lassen wir uns doch nicht schon am Anfang dazu verleiten, uns durch Dritte positionieren zu lassen, durch Dritte unpassende Etiketten aufdrücken zu lassen und vor allem: lassen wir es nicht länger zu, dass uns diese goldene Gelegenheit einer neuen Partei durch einige Wenige genommen wird. Die AfD unterscheidet sich im Moment und hoffentlich noch lange von den übrigen Parteien dadurch, dass konkrete Probleme aufgezeigt und dadurch viele Menschen zum nachdenken gebracht wurden. Jetzt aber müssen wir Lösungen bringen und es muss aufhören, dass das Internet von Schmähungen und Beleidigungen gegenüber Dritten und von radikalen, gar nicht durch die AfD gewollten Meinungsäusserungren überquillt.

Die AfD ist ganz sicher nicht das Allheilmittel für alle Probleme. Die AfD kann auch nicht alle drängenden Fragen beantworten. Die AfD kann schon gar nicht für alle möglichen politischen Richtungen stehen. All das kann die AfD nicht. Aber die AfD kann sich durch die kommenden Parteitage, die Wahlen und die Beschlüsse positionieren und muss das auch. Klar positionieren zu den Themen, die die Menschen bewegen. Klar positionieren in der Aussendarstellung. Klar positionieren in den anzubietenden Lösungen. Wenn das nicht geschieht, dann verwirkt die AfD, dann verwirken wir Mitglieder diese einmalige Chance, etwas zu bewegen, zu verändern, zu verbessern.

Beschäftigen wir uns nicht mehr mit den Trollen des Internets. Beschäftigen wir uns nicht mehr mit den Nebelkerzen der anderen Parteien. Beschäftigen wir uns nicht mehr mit sowieso bekannten Problemstellungen. Beschäftigen wir uns endlich, jetzt und konkret mit Lösungsansätzen. Beschäftigen wir uns endlich durch die richtige Wahl und den nächsten Ergebnissen der Parteitage mit konkreten Zielvorgaben. Beschäftigen wir uns ab sofort mit dem Bürger, der unser Mitglied und unser Wähler werden soll.

In Niedersachsen haben wir viele Dinge, die wir schon jetzt konkret angehen können und für die wir die Menschen auch dann gewinnen können, wenn wir uns aus der reinen Kommunalpolitik erst einmal heraushalten. Schauen wir auf die bekannten Probleme in unserem Land und belegen wir den Platz, den Die Grünen schon lange verlassen haben. Schauen wir auf die positiven Beispiele in unserem Land und machen wir uns zum Sprachrohr solch positiver Initiativen. Schauen wir auf die Möglichkeiten, die unser Land bietet und nutzen wir diese, um der AfD in Niedersachsen ein festes, greifbares und nachvollziehbares Profil zu geben.

Ich als Unternehmer motiviere meine Mitarbeiter und meine Geschäftspartner in diesem Sinne, die AfD zu unterstützen. Je kantiger das Profil unserer Partei dabei wird, je aktueller und greifbarer die Lösungsansätze unserer Partei sind und je mehr unsere Ideen Inhalte aufweisen, je überzeugender kann ich auftreten, je überzeugender können Sie alle vor Ort auftreten, je überzeugender ist die Alternative für Deutschland auch in Niedersachsen.

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4 Gedanken zu “Die Zeit der Alchimisten ist vorbei – auch in Niedersachsen

  1. Ich stimme Ihnen uneingeschränkt zu Herr Neuendorf.
    Zumal: manchmal ist weniger mehr. Niemand kann erwarten, dass eine so junge Partei wie die AfD gleich alle politischen Feldern programmatisch „beackert“. Da macht es sicher Sinn, dass wir uns zunächst auf unsere ursprünglichen Kernthemen „Eurorettung“ und „EU-Administration“ beschränken. Ergänzen können wir immer noch.

    • Hallo Klaus, Sie haben völlig recht damit, dass eine junge Partei nicht gleich alle Problemfelder besetzen kann – sonst hätten wir demnächst auch zu jedem Thema irgendeine nichtssagende und austauschbare Person.
      Auch ist die Konzentration auf das Kernthema wichtig – dummerweise nehmen viele Bürger das Thema Euro als ein einziges Thema wahr und verstehen nicht gleich, dass dieses Thema in sehr viele andere Themen übergreift … zudem werden wir durch die Medien und die anderen Parteien nur zu gerne als Ein-Themen-Partei abqualifiziert.
      Deswegen ist es meines Erachtens enorm wichtig, dass wir andere Felder, nicht alle, aber einige wichtige besetzen, um aus dieser Zwickmühle zu kommen – und um mit drei, vier Themen Kernkompetenz zu zeigen. Gerade in Niedersachsen haben wir durch Energiewende, Atomenergie, Schweinemast, Hühnermordanstalten, Landwirtschaft und Fracking viele, sehr viele ideale Steilvorlagen, die wir verwenden können, um uns hier fest und umfangreich zu etablieren und unsere Marke dort zu hinterlassen, wo die etablierten, besonders Grüne und CDU die Bürger verlassen haben.
      Wichtig ist „nur“, dass wir keine Schwafelheimer antreten lassen, sondern Menschen, die sich auch uneigennützig engagieren können / wollen und die Fachwissen haben.

  2. An anderer Stelle hat Klaus weiter kommentiert und unter anderem sich dafür ausgesprochen, dass vier, fünf weitere Programmthemen durch fachkompetente AfD-Themenmanager repräsentiert werden und dabei Wert darauf gelegt, dass dessen Meinung nicht Inhalt seines Managements (für die Partei) sein darf.

    Ich hatte darauf geantwortet und möchte diese Antwort hier wiederholen, da natürlich die meisten unserer mehr als 600 „Follower“ hier nicht die andere Kommentierung und meine Antwort gelesen haben werden:

    Sie sprechen einen sehr wichtigen Punkt bei der ganzen Sache an. Solch ein AfD-Themenmanager (mal ein anderer Begriff…) wäre beispielsweise ein „Energiepolitischer Sprecher“ oder „Finanzpolitischer Sprecher“ usw. – und das Selbstverständnis eines solchen Sprechers muss eben genau das sein, dass er nicht für sich, sondern ausschliesslich für die Partei(linie) spricht und seine eigene Meinung hintanstellt.

    Wird das nicht gemacht, dann passieren Dinge, wie sie ja bereits bei unserer Partei entstanden sind: die eigene Meinung eines selbsternannten Sprechers (aber Funktionärs) wird herausposaunt und dann selbstverständlich von aussen als Meinung der Partei wahrgenommen. Und genau das darf eben nicht mehr geschehen. Ich selbst habe in der Vergangenheit einige so genannte Spindoctor(en) weitergebildet und eine der ersten Dinge, die diese Profis lernen mussten, war, dass ihre eigene Meinung stets dann nichts mehr gilt, wenn Reden oder Scripte verfasst werden.

    Und das zweite war, dass sie ihren Schützlingen (den Unternehmern in dem Fall) ganz deutlich machten mussten, dass eine kontrollierte Aussendarstellung unabhängig von einer eigenen Meinung funktionieren muss. Nur dann kann nach aussen das kommuniziert werden, was als Linie und Profil des Unternehmens / der Partei nach aussen dringen darf / soll.

    Und dass ein „Themen-Manager“ über gute Fachkenntnisse verfügen muss, sollte für die AfD ein Merkmal der Selektion sein und unbedingt durch praktische Kenntnisse / Erfahrungen / Vita ergänzt sein, damit die AfD anders als die anderen Parteien keine von Lobby-Firmen gesteuerte Handpuppen an die Mikros lässt.

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